Agilität benötigt cross-funktionale Teams.

In unserem Artikel erfahren Sie, was man unter cross-funktionalen Teams versteht, warum diese für Agilität unverzichtbar sind und wie klassische Linienorganisationen cross-funktionale Teams etablieren können.

Warum cross-funktionale Teams?

Was versteht man unter einem cross-funktionalen Team?

WARUM CROSS-FUNKTIONALE TEAMS?

Unter einem cross-funktionalen Team versteht man ein Team, dass über alle notwendigen Kompetenzen verfügt, um ein Produkt von Anfang bis Ende (End-to-End) entwickeln zu können. Ein cross-funktionales Team besteht aus Experten verschiedener Fachgebiete oder Bereiche, die über ganz unterschiedliche Kompetenzen und Fähigkeiten verfügen. So arbeiten in einem cross-funktionalen Team z.B. Fachkräfte aus der Entwicklung, dem Marketing und Vertrieb gemeinsam an einem Produkt. Das Gegenteil von cross-funktionalen Teams sind funktionale Teams, in denen nur Experten aus einem bestimmten Fachgebiet zusammengefasst sind.

Funktionale vs. Cross-funktionale Teams

WARUM CROSS-FUNKTIONALE TEAMS?

Funktionale Teams

Die meisten größeren Unternehmen sind in einer klassischen Linienorganisation organisiert. Eine Linienorganisation fasst bestimmte fachliche Themen, wie z.B. Marketing oder Vertrieb, in einem Bereich, einer Hauptabteilung oder eine Abteilung zusammen. Mitarbeiter, die in diesen Bereichen arbeiten, sind Experten für ihren Bereich und Teams werden meist nur aus Mitarbeitern eines Bereichs gebildet. Diese funktionalen Teams arbeiten in der Regel an Projekten und nicht an Produkten, da sie aufgrund fehlender Kompetenzen ein Produkt nicht End-to-End entwickeln können. Die Produktentwicklung wird daher in einzelne Projektphasen unterteilt, die bestimmten Bereichen zugeordnet werden können. Nach Abschluss einer Projektphase wird das Zwischenergebnis an den nächsten Bereich übergeben. Mitarbeiter eines Projektteams fühlen sich vor allem für ihre Projektphase und ihr Projekt verantwortlich. Feedback von Nutzern oder Kunden erhalten sie in der Regel nicht, da das Produkt erst am Ende aller Projektphasen an diese ausgeliefert wird.

Cross-funktionale Teams

Bei agilen Frameworks und Methoden geht es darum, iterativ und inkrementell Produkte zu entwickeln, um möglichst früh in der Entwicklung Feedback von Kunden oder Nutzern zu bekommen und daraus zu lernen. Damit dies möglich ist, muss ein agiles Team in der Lage sein, ein Produktinkrement in sehr kurzer Zeit, in der Regel innerhalb weniger Wochen, entwickeln zu können. Mit funktionalen Teams wäre dies nicht möglich, da es mehrere Teams für die verschiedenen Kompetenzen bräuchte, die die Arbeit nacheinander erledigen würden. Ein cross-funktionales Team hat dagegen bereits alle benötigten Kompetenzen im Team. Der Abstimmungsaufwand für die Kommunikation über Silo-Grenzen hinweg entfällt und die Zeit für die Entwicklung eines Produktinkrements kann deutlich verkürzt werden. Um wirklich agil zu arbeiten, sind cross-funktionale Teams daher unerlässlich. Ohne cross-funktionale Teams können agile Methoden lediglich dabei helfen, die Arbeit innerhalb eines Silos besser zu organisieren, aber iterative und inkrementelle Produktentwicklung ist weiterhin nicht möglich.

Cross-funktionale Teams in einer klassischen Linienorganisation

WARUM CROSS-FUNKTIONALE TEAMS?

Bei vielen Unternehmen gestaltet sich die Einführung cross-funktionaler Teams schwierig, da diese der vorhandenen Linienorganisation diametral entgegenstehen. Ein Konzept der cross-funktionalen Teams kann bei der Umstellung helfen. Auch cross-funktionale Teams haben oft die Anforderung, dass sich Experten aus einem Fachgebiet über unterschiedliche Teams hinweg miteinander abstimmen und vernetzen müssen. Wenn z.B. Design-Richtlinien im gesamten Unternehmen eingehalten werden sollen, ist es notwendig, dass sich die Designer aus den verschiedenen cross-funktionalen Teams diesbezüglich austauschen. Bei cross-funktionalen Teams gibt es daher virtuelle Teams, in denen Experten aus bestimmten Fachgebieten organisiert sind. So ein virtuelles Team nennt man auch Community of Practice (CoP). Die Designer aus verschiedenen cross-funktionalen Teams wären gemeinsam in einer Community of Practice. Diese kann entweder regelmäßig oder nur bei einem konkreten Anlass zusammenkommen.

Eine klassische Linienorganisation ist nach Fachbereichen strukturiert. Die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit steht dagegen nicht im Vordergrund. Agile Organisationen sind stattdessen nach Produkten organisiert. Cross-funktionale Teams besitzen daher alle Kompetenzen, die für die Entwicklung eines Produkts notwendig sind. Die Abstimmung innerhalb eines Fachgebiets wird, falls notwendig, über Communities of Practice organisiert. Um in einer Linienorganisation cross-funktionale Teams zu etablieren, müssen Fachbereiche nicht aufgelöst werden, sondern können stattdessen in Communities of Practice transformiert werden. Wichtig ist, dass die Produktzentrierung im Vordergrund steht. Die Struktur einer Organisation sollte diese bei ihrer Arbeit unterstützen und dieser nicht im Weg stehen. Mit der Umwandlung von klassischen Fachbereichen in Communities of Practice kann man einen wichtigen Schritt hin zu einer agilen Organisation mit cross-funktionalen Teams machen.

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